Leishmaniose verstehen: Wie purinarmes Futter schützt

Jara Adam
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Leishmaniose verstehen: Wie purinarmes Futter schützt Leishmaniose verstehen: Wie purinarmes Futter schützt

Leishmaniose klingt erst einmal beunruhigend und das ist völlig verständlich.
Doch mit dem richtigen Wissen, tierärztlicher Begleitung und einer angepassten Fütterung können Hunde und Katzen trotz Leishmaniose oft ein stabiles und aktives  Leben führen.

Was ist Leishmaniose?

Leishmaniose ist eine chronische Infektionskrankheit, die durch sogenannte Leishmanien (einzellige Parasiten) ausgelöst wird. Übertragen werden sie durch einen Stich der Sandmücke. 

Die Krankheit tritt vor allem in warmen Regionen wie dem Mittelmeerraum auf. Leishmaniose begegnet uns aber auch immer häufiger hier, zum Beispiel bei Hunden aus dem Tierschutz und Tieren die mit in den Urlaub genommen wurden.

Was sind typische Symptome bei Leishmaniose?

Die Symptome sind vielfältig und oft unspezifisch. Nach der Infektion können Monate oder sogar Jahre vergehen, bevor erste Symptome auftreten. Häufig kommen diese Symptome vor:
- Haut- & Fellveränderungen (Haarausfall, Schuppen, offene Stellen)
- Gewichtsverlust (trotz genug Futter)
- allgemeine Müdigkeit oder Schwäche
- Vergrößerte Lymphknoten
- Lahmheit, Gelenkschmerzen
- schlechter Zustand der Krallen
- Fieber 
- Entzündungen an Augen und/oder Ohren
- Nierenschäden (häufige und besonders gefährliche Folge)

Hunde sind häufiger und oft akuter betroffen, aber auch Katzen können Leishmaniose haben.

Was bedeute die Diagnose für deine Fellnase?

Leishmaniose ist nicht heilbar, aber gut behandelbar. Ziel der Therapie ist es die Parasitenlast zu reduzieren, die Symptome und Beschwerden zu lindern und Organschäden zu vermeiden.
Ohne Behandlung kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

Behandlung bei Leishmaniose-Erkrankung 

Eine tierärztliche Behandlung und Abklärung ist bei einem Verdacht auf Leishmaniose oder bei einer bereits diagnostizierten Erkrankung unumgänglich.

Allopurinol wird bei Leishmaniose als Standardmedikament verwendet.
Es unterstützt den Körper dabei, die Leishmaniose-Erreger „auszubremsen“.
Die Parasiten können sich schlechter vermehren, wodurch sich Beschwerden oft deutlich bessern.

Warum purinarme Ernährung bei Leishmaniose?

In der veterinärmedizinischen Praxis gilt eine purinarme Ernährung als wichtiger Bestandteil der unterstützenden Therapie bei Leishmaniose. Besonders bei Hunden, die mit Allopurinol behandelt werden, kann eine reduzierte Purinzufuhr helfen, das Risiko für sogenannte Xanthinsteine in der Blase zu verringern.

Außerdem kann Leishmaniose die Nieren belasten oder schädigen. Eine purinarme Ernährung hilft dabei weniger belastende Abbauprodukte zu bilden und dadurch die Nieren zu schonen. 

So kannst du das richtige Futter finden:

Auf der Rückseite der Produkte sollte der Purinwert gelistet sein. Bei einer Leishmaniose-Erkrankung sollte der Purinwert bei unter 30mg auf 100g sein.
Auch die Art der Proteinquelle ist wichtig, denn das Futter sollte gut verdaulich sein - deswegen am besten auf ein Futter mit einer Monoprotein-Quelle zurückgreifen!

Gerade purinarme Futtersorten mit durchdachter Zusammensetzung sind auf dem Markt leider selten. Umso wichtiger war es uns, genau hier anzusetzen.
Das sind unsere Futtersorten mit Monoprotein-Quellen und niedrigen Purinwerten:


Insekt mit Süßkartoffeln, Amaranth & Beeren
- Monoprotein Insekt 
- hypoallergen & super verträglich 
- Purinwert weit unter Richtwert

Huhn mit Kartoffel 
- Monoprotein Huhn
- Gut für die Verdauung 
- Unterstützt die Gelenke 
- Purinwert weit unter Richtwert

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Außerdem gut zu wissen: 

So praktisch Nassfutter auch ist, für Tiere mit Leishmaniose ist es häufig nicht ideal. Viele Sorten enthalten purinreiche Bestandteile und der tatsächliche Puringehalt ist meist schwer einschätzbar. Besser eignet sich deswegen Trockenfutter! 

Häufige Fragen zu Leishmaniose 

Warum braucht ein Hund mit Leishmaniose purinarmes Futter

Bei Leishmaniose wird häufig das Medikament Allopurinol eingesetzt. Dieses kann den Purinabbau beeinflussen und das Risiko für Xanthinsteine erhöhen. Eine purinarme Ernährung reduziert die Purinaufnahme und kann helfen, Nebenwirkungen zu minimieren.

Was sind Purine und warum sind sie problematisch?

Purine sind natürliche Bestandteile von Zellen und kommen vor allem in Innereien und bestimmten Fleischsorten vor. Beim Abbau entstehen Stoffwechselprodukte, die bei Hunden unter Allopurinol-Therapie zur Steinbildung führen können.

Welche Lebensmittel sind purinreich?

Besonders purinreich sind Innereien wie Leber oder Niere, Sardinen und bestimmte Fleischsorten. Purinärmer sind viele Gemüsesorten, Eier oder ausgewählte Muskelfleischquellen.

Kann Leishmaniose durch Futter geheilt werden?

Nein. Leishmaniose ist eine chronische Infektionskrankheit. Die Ernährung kann jedoch die Therapie unterstützen und das Risiko von Komplikationen reduzieren.

 

Quellen 

Companion Animal Parasite Council (CAPC): Leishmaniasis Guidelines for Dogs, Hinweise zur purinarmen Diät bei Allopurinol-Therapie.